Die Zähne sollten durch kreisförmige Bewegungen geputzt werden, so dass der Rand der Zahnbürste etwa zwei Milimeter unter den Rand des Zahnfleisches gerichtet wird und in die Richtung der Beissflächen der Zähne gebürstet wird, wobei jede dieser Bewegungen drei- bis viermal wiederholt werden müsste. Geputzt werden müssen alle Zahnflächen und das Zahnfleisch ebenfalls. Es wird empfohlen, die Zähne drei bis fünf Minuten zu putzen. Sie werden nach jeder Mahlzeit saubergemacht (vor allem nach der Einnahme von Süβigkeiten und alkoholischer Getränke) oder wenigstens morgens und abends.

Zur morgendlichen Zahnreinigung empfehlen sich vitaminreiche Zahnpasten und zum späteren Zähneputzen Zahnpasten mit Aminofluoriden.

Die Zahnbürste sollte man jede zwei bis drei Monate wechseln oder dann, wenn man bemerkt, dass die Zahnbürstefasern geknickt sind. Eine richtige Mundhygiene umfasst auch die Anwendung der Zahnseide und der interdentalen Zahnbürstchen.

Das Zahnfleisch (auf Latein Gingiva) kann aus verschiedenen Ursachen bluten, beispielweise während der Schwangerschaft, bedingt durch den Menstruationszyklus, bei Einnahme mancher Therapien, bei Zahnfleischentzündungen, hormoneller Störungen und Vitaminmangel. Bei Zahnfleischbluten tut es gut, das Zahnfleisch mit einer Zahnbürste zu massieren. Wenn das Zahnfleisch regelmäβig geputzt und massiert wird, hört das Bluten nach wenigen Tagen normalerweise auf. Es wird empfohlen, solche Zahnpasten zu benutzen, die das Zahnfleisch vor dem Bluten und Entzündungen schützen und ausreichend Vitamin C einzunehmen.

Parodontitis entsteht durch bakterielle Beläge in der Mundhöhle. Falls sie nicht behandelt wird, führt sie zum Zahnverlust und einer weitgehend irreversiblen Zerstörung des Zahnhalteapparates. Es ist auf jedem Fall ratsam sich darüber mit einem Facharzt zu beraten, um zu sehen, wie angegriffen die „Zahnträger“ sind und ob sie durch eine Behandlung bewahrt werden können. Eine der Möglichkeiten ist eine Behandlung durch Zahnimplantate, doch sie ruft zur Vorsicht und Beratung durch einen Spezialisten, denn die Entzündlung kann auch die Zahnimplantate angreifen.

Die keramischen, oder porzellan, Zahnkronen sollten nicht kürzer als fünf Jahre erhalten bleiben. Während dieser Zeitspanne kommt es, nämlich, zu biologischen Veränderungen, die sich auch auf die Zahnkronen reflektieren, beispielsweise das Altern des Organismus, Knochenresorption, Zahnkronenränder werden für Mikroorganismen durchlässig und es kommt zur Karies an den Zahnkronenträgerzähnen und den im Mund angebrachten Zahnbrücken. Ihre Farbbeständigkeit und die Tatsache, dass sie auf gewisse klebrige Nahrungsstoffe abweisend sind, sind nur zwei der vielen Vorteile der keramischen Zahnkronen. Diese Art der Zahnkronen wird, auβerdem, für eine der biologisch und ästhetisch annehmbarsten gehalten.

Keramische Facetten oder Veneers sind dünne und nahezu unsichtbare, individuell angefertigte Flöckchen, die den oberen Teil des Zahnes überdecken und somit seine Unebenheiten korrigieren. Sie werden vollkommen aus Keramik hergestellt und passen sich ausgezeichnet der Farbe, der Form und der Oberfläche des Zahnes an, dabei vollkommen natürlich wirkend, wodurch es schwer fällt die Unterschiede zwischen den Flöckchen und dem natürlichen Zahnschmelz zu erkennen.

Die Veneers werden bei verfärbten und devitalisierten Zähnen empfohlen, die nicht aufgehellt werden können, bei sichtbaren Mangeln der Zahnoberfläche, wenn die Zahnzwischenräume korrigiert werden wollen und bei falsch liegenden Zähnen. Sie eignen sich vor allem bei den vorderen Zähnen.

Im Unterschied zu klassischen Zahnkronen, bei denen man fast den ganzen Zahn schleifen muss, um eine Zahnkrone anzubringen, ist es beim Anlegen der Veneers genug nur 0,5 mm des Zahnschmelzes zu entfernen, womit das gesunde Zahngewebe geschont wird. Die Veneers haben ebenfalls keinen schädlichen Einfluss auf das Zahnfleisch, das Anlegen ist wesentlich kürzer und angenehmer und die Patienten gewöhnen sich an sie schneller.

Oft wird uns die Frage gestellt, ob nachtsüber die Zahnprothese herausgenommen werden sollte oder nicht – unsere Antwort auf diese Frage ist auf jedem Fall positiv. Über Nacht entspannt sich, nämlich, die Mundschleimhaut und so liegt die Zahnprothese nicht so fest an wie während des Tages, wodurch sie aus dem Mund herausfallen kann und beschädigt werden kann. Ein langzeitiges Tragen der Zahnprothese, ohne dem Herausnehmen, kann die Mundschleimhaut beschädigen und sogar zur Entstehung der Kandidose, bzw. einer Infektionskrankheit durch Pilze, beitragen. Wenn sie nicht im Mund ist, soll die Zahnprothese in einem mit Wasser gefüllten Glas liegen. Nach jeder Mahlzeit sollte die Zahnprothese aus dem Mund herausgenommen werden und gereinigt werden.

Viele Eltern sind sich nicht sicher, ob man die Milchzähnchen reparieren lassen sollte oder nicht, denn sie fallen ja sowieso heraus. Doch, obwohl die Milchzähne durch dauerhafte Zähne ersetzt werden, müssen auch sie genauso gepflegt und behandelt werden wie die dauerhaften Zähne. Es ist sehr wichtig eine vorbeugende Mundhygiene durchzuführen – sie müssen regelmäβig geputzt werden, fluoridiert werden, die Fissuren auf den Zähnen müssen versiegelt werden und der Zahnbelag und die Karies kontrolliert werden. Der erste dauerhafte Zahn kommt meistens im sechsten Lebensjahr und der letzte Milchzahn fällt gewöhnlich um den zwölften Lebensjahr heraus. Eine besondere Aufmerksamkeit sollte man dem fünften Milchzahn widmen, denn er ist wichtig für den ersten, physiologischen Zahnbiss.

Die Patienten fragen sich oft bis zu welchem Lebensjahr die Zähne durch eine Zahnspange ausgeglichen werden können. Eigentlich können die Zähne das ganze Leben lang ausgebessert werden, falls das umgebende Gewebe und die Knochen gesund sind. Einige Anomalien, wie zum Beispiel die Biβanomalien, sollten jedoch in der Wachstums- und Entwicklungsphase behandelt werden, also vor der Pubertät und während der Pubertät.

Ein Implantat ist ein in den Kiefer angebrachtes Material. Ein Implantat muss biologisch akzeptabel sein, das bedeutet, dass er keine Abwehrreaktionen des Körpers hervorrufen darf. Desweiteren muss es biochemisch indifferent sein, damit es im Gewebe unverändert bleibt und auf den Organismus nicht schädlich wirkt. Es ist wichtig, dass es keinen galvanischen Strom und kein Magnetfeld erzeugt. Aus diesen Gründen eignet sich das Titanium als das beste Material für die Herstellung der Implantate. Implantate setzt man am besten beim Zahnverlust ein, ganz gleich, ob es sich um eine Zahnlosigkeit nur einer Kieferseite oder des ganzen Kiefers handelt, oder sogar nur ein einziger Implantat eingesetzt werden soll. Ein Implantat kann dann eingesetzt werden, wenn es dazu einen genügend erhaltenen Knochen gibt. Vor der Behandlung begeben sich die Patienten zu einer allgemeinen Untersuchung, die einer Untersuchung vor einem chirurgischen Eingriff in Lokalanästhesie ähnelt. Mit angemessener Mundhygiene können die Implantate 10, 20 Jahre und sogar länger dauern.

Ein Zahn hat von Natur aus eine Krone, aber er kann auch einen Zusatz haben – eine Zahnkrone. Eine Zahnkrone kann aus Metall, Akrylat oder Keramik bestehen. Unter einer Zahnkrone versteht man den sichtbaren Teil des Zahnes, beziehungsweise den Teil des Zahnes, der sich über der Zahnfleischoberfläche befindet.

Ein Zahnimplantat ist ein in den Kiefer angebrachtes Material, das den Zahnverlust aus ästhetischen oder funktionellen Gründen ersetzen soll.

Eine Zahnversiegelung ist ein Verfahren, bei dem Zahnfissuren geschlossen werden. Üblicherweise werden die Zahnfissuren an den ersten dauerhaften Molaren versiegelt, aber es ist ebenfalls möglich, auch die Fissuren an den vorderen Backenzähnen zu versiegeln. Die ersten dauerhaften Backenzähne („der Zahn Nummer sechs“) kommen als erste dauerhaften Zähne, haben groβe Knoten und tiefe Fissuren und sind daher für die Karies anfällig. Um eine solche Entwicklung zu verhindern werden die Zähne versiegelt, womit eine Belagentstehung in den Fissuren verhindert wird und es zu keiner Kariesentstehung kommen kann.

Die richtige Zeit, in der die Kinder und die Eltern mehr von der richtigen Mundhygiene erfahren sollten ist direkt nach dem Auftreten der ersten Milchzähnchen, um den sechsten Lebensmonat des Babys. Auf diese Weise gewöhnt sich das Kind an den Zahnarzt und die Zahnarztpraxis. Falls es keinen Grund zur Behandlung gibt, werden die Zähne lediglich mit einer flourhaltigen Zahnpasta beschichtet. Nachdem die ersten dauerhaften Zähne gewachsen sind („die Zähne Nummer sechs“), in seinem sechsten Lebensjahr, werden ihre Fissuren versiegelt und somit ihre langanhaltende Gesundheit versichert.